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Kann man Zahnfleischbluten mit Probiotika behandeln?

Probiotika Zahnfleischbluten

Wer kennt es nicht: Man putzt die Zähne und plötzlich färbt sich der Schaum rosa. Zahnfleischbluten ist für viele Menschen ein Warnsignal – und tatsächlich sollte man es ernst nehmen. Meist steckt eine Zahnfleischentzündung dahinter, die unbehandelt in eine Parodontitis übergehen kann. Normalerweise denkt man bei der Behandlung an gründliches Putzen, Zahnseide und regelmäßige Zahnarztbesuche. Doch in den letzten Jahren ist ein neuer Ansatz in den Fokus geraten: Probiotika.

Was viele bisher nur aus dem Magen-Darm-Bereich kennen, scheint auch für den Mundraum interessant zu sein. Bestimmte Bakterienstämme können helfen, die Balance im Mund wiederherzustellen und Entzündungen zu lindern. Besonders spannend ist der Stamm Streptococcus salivarius M18. Doch wie genau funktioniert das – und kann man damit tatsächlich Zahnfleischbluten in den Griff bekommen?

Wie Probiotika im Mund wirken

Um zu verstehen, warum Probiotika für Zahnfleisch so interessant sind, lohnt sich ein Blick auf die Prozesse im Mundraum. Unsere Mundhöhle ist ein kleines Ökosystem, in dem Millionen von Bakterien leben. Manche sind nützlich, andere können Probleme verursachen. Gerät dieses Gleichgewicht aus den Fugen, bildet sich vermehrt Plaque, Zahnfleisch entzündet sich und es kommt zu Blutungen.

Probiotika wirken hier wie freundliche Helfer. Sie können Oberflächen im Mund besiedeln, an denen sonst schädliche Keime Platz finden würden. So bleibt weniger Raum für die „schlechten“ Bakterien. Manche Probiotika produzieren außerdem Stoffe, die schädliche Mikroorganismen direkt hemmen. Man könnte sagen: Sie verteidigen ihre Position und schützen gleichzeitig das Zahnfleisch.

Darüber hinaus beeinflussen Probiotika das Immunsystem. Entzündungsprozesse werden oft abgemildert, was wiederum dafür sorgt, dass das Zahnfleisch weniger stark anschwillt und blutet. Manche Bakterien können sogar den pH-Wert im Mund stabilisieren. Das ist wichtig, denn in einem eher sauren Milieu haben Karies- und Parodontitis-Bakterien schlechte Karten.

Streptococcus salivarius M18 – ein Spezialist für Zahnfleisch

Besonders viel Aufmerksamkeit erhält der Stamm Streptococcus salivarius M18. Er kommt von Natur aus bei manchen Menschen im Mund vor und gilt als ausgesprochen freundlich für Zähne und Zahnfleisch.

Das Besondere an M18 ist, dass er sogenannte BLIS (Bacteriocin-like Inhibitory Substances) bildet. Das sind kleine Eiweißstoffe, die gezielt Bakterien hemmen können, die Zahnfleischentzündungen verursachen. Gleichzeitig kann M18 Zahnbeläge reduzieren und dadurch das Risiko für Zahnfleischbluten senken.

In Studien zeigte sich, dass Menschen, die über mehrere Wochen Pastillen mit M18 lutschten, deutlich weniger Zahnfleischbluten und weniger Plaque hatten. Interessant ist allerdings: Die Wirkung hielt nur so lange an, wie das Probiotikum eingenommen wurde. Sobald man aufhörte, kehrte der Zustand nach einiger Zeit wieder zurück. Das deutet darauf hin, dass eine regelmäßige Einnahme notwendig ist, um langfristig zu profitieren.

Hier erfährst Du mehr über Streptococcus salivarius M18.

Andere Probiotika für Zahnfleisch

Neben M18 wurden auch andere Bakterien untersucht. Lactobacillus reuteri zum Beispiel ist ein Stamm, der schon länger für die Mundgesundheit genutzt wird. Er wird oft in Kaugummis oder Lutschpastillen angeboten. Studien zeigen, dass er Zahnfleischbluten und Plaque kurzfristig reduzieren kann.

Auch Lactobacillus rhamnosus GG und Bifidobacterium animalis BB-12 konnten in Untersuchungen Entzündungen im Zahnfleisch senken. Diese Stämme wirken allerdings meist etwas schwächer als M18, können aber in Kombination nützlich sein.

Vergleich der Stämme

Um die Unterschiede klarer zu machen, hilft eine kleine Übersicht:

Probiotikum Hauptwirkung Besonderheit
Streptococcus salivarius M18 Weniger Blutungen, weniger Plaque Bildet schützende Eiweißstoffe (BLIS)
Lactobacillus reuteri Entzündungshemmend, Plaquereduktion Oft in Kaugummi oder Lutschpastillen enthalten
Lactobacillus rhamnosus GG & Bifidobacterium animalis BB-12 Senken Entzündungswerte Besonders bei beginnender Gingivitis getestet

Was Studien zeigen – verständlich erklärt

Mehrere Studien haben den Einsatz von Probiotika bei Zahnfleischbluten untersucht. In einer Untersuchung nahmen Teilnehmer drei Monate lang täglich Pastillen mit M18. Ergebnis: Das Zahnfleisch blutete deutlich weniger, und auch die Plaque nahm spürbar ab. Sobald die Einnahme gestoppt wurde, kam es jedoch nach und nach wieder zu Blutungen.

In einer anderen Studie wurden junge Erwachsene vier Wochen lang mit M18 behandelt. Auch hier gingen Zahnfleischentzündungen zurück, wenn auch nicht so stark wie in der längeren Untersuchung. Das zeigt, dass Geduld und Kontinuität wichtig sind.

Bei Patienten mit Parodontitis – also einer fortgeschritteneren Form der Zahnfleischentzündung – konnte M18 zusätzlich zur üblichen Behandlung eingesetzt werden. Die Kombination brachte bessere Ergebnisse als die Standardtherapie allein: weniger Blutungen, flachere Zahnfleischtaschen und weniger schädliche Keime.

Wie man Probiotika praktisch einsetzt

Wer Probiotika für die Mundgesundheit ausprobieren möchte, findet sie meist in Form von Lutschpastillen oder Kaugummis. Die Idee ist, dass die Bakterien möglichst lange im Mund bleiben und sich dort ansiedeln können. Deshalb sollte man sie langsam im Mund zergehen lassen, am besten nach dem Zähneputzen und bevor man schlafen geht.

Die übliche Anwendung dauert mindestens ein bis drei Monate. Schon nach einigen Wochen bemerken viele Menschen, dass das Zahnfleisch weniger empfindlich ist. Um den Effekt dauerhaft zu halten, sollte man die Einnahme jedoch nicht sofort abbrechen.

Produkte mit Streptococcus salivarius M18 sind oft unter Namen wie „BLIS M18“ erhältlich. Auch Kombinationen mit anderen Stämmen sind möglich. Wichtig ist, auf die Angabe der enthaltenen Bakterien zu achten – nicht jedes „Probiotikum für den Mund“ enthält automatisch den wirksamen Stamm.

Was Probiotika nicht können

So vielversprechend die Ergebnisse sind, eines ist klar: Probiotika ersetzen nicht die klassische Zahnpflege. Wer glaubt, mit einer Lutschtablette das Zähneputzen auslassen zu können, wird enttäuscht. Auch professionelle Zahnreinigungen beim Zahnarzt bleiben wichtig, insbesondere wenn schon eine Parodontitis vorliegt.

Probiotika sind eher als Ergänzung zu sehen – eine zusätzliche Hilfe, um Zahnfleischbluten zu lindern und die Mundflora ins Gleichgewicht zu bringen. Man könnte sie mit einem Schutzschild vergleichen, der die täglichen Bemühungen unterstützt.

Für wen sind Probiotika geeignet?

Grundsätzlich können fast alle Erwachsenen mit Zahnfleischproblemen von Probiotika profitieren. Besonders sinnvoll ist der Einsatz bei Menschen, die trotz guter Mundhygiene immer wieder zu Zahnfleischbluten neigen. Auch wer Parodontitis hat und zusätzlich zur Standardbehandlung etwas tun möchte, kann von den kleinen Helfern profitieren.

Bei Kindern, Schwangeren oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollte man die Anwendung vorher mit einem Zahnarzt oder Arzt absprechen. Nebenwirkungen sind zwar selten, aber ein vorsichtiger Umgang schadet nicht.

Fazit

Zahnfleischbluten ist ein ernstzunehmendes Signal, das nicht ignoriert werden sollte. Neben gründlicher Zahnpflege und professioneller Unterstützung gibt es mit Probiotika einen spannenden neuen Ansatz. Besonders der Stamm Streptococcus salivarius M18 zeigt in Studien überzeugende Ergebnisse: Weniger Blutungen, weniger Plaque und gesünderes Zahnfleisch.

Damit die Wirkung anhält, ist jedoch eine regelmäßige Einnahme nötig. Am besten kombiniert man Probiotika mit einer guten Mundhygiene und regelmäßigen Zahnarztbesuchen. So entsteht ein umfassendes Konzept, das die Mundgesundheit langfristig stärkt.

Disclaimer:This article is intended for general informational purposes about probiotics only and should not be considered medical advice. It is not a substitute for professional medical consultation, diagnosis, or treatment."